Marienplatz 11, 82467 Garmisch- Partenkirchen

Tel. +49 (0) 88 21 - 73 22 080

Home
Nach oben
Öffnungszeiten
Anfahrt
Gallery
Tattoo`s
Hygiene
Geschichte
Shop
Impressum

 

Die Wundheilung

 

Die Haut an sich ist als komplexe Einheit und Bestandteil des menschlichen Körper zu betrachten. Sie ist mit ca. 2 m2 Fläche das größte Organ des Körpers und übernimmt sehr viele Funktionen. Das ganze Gebilde Haut besteht aus drei Schichten: Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut.

Beim Einsetzen eines Piercings werden alle drei Hautschichten durchdrungen und die Funktion der Haut wird an dieser Stelle durch die Verletzung unterbrochen bzw. gestört. Durch diese Verletzung der Haut können Mikroorganismen in die Wunde gelangen. Die sterile Arbeitsweise in einem Piercingstudio schützt den Kunden nur vor einer sofortigen Verunreinigung der Wunde während des Einsatzes des Piercings. Die alltäglichen Belastungen des frischen Piercings hingegen durch Schweiß, Schmutz der Kleidung oder dauerndes Herumfummeln an der Wunde lassen Bakterien aller
 
Arten in den verletzten Hautbereich gelangen.Der Körper reagiert auf derlei Veränderungen seiner äußeren Schutzschicht mit vier wichtigen Symptomen:

Eine leichte Rötung der verletzten Haut sowie eine Schwellung. Die Wunde beginnt außerdem in den meisten Fällen auch leicht zu schmerzen und es entsteht eine geringe Erwärmung des verletzten Hautbereichs. Dies jedoch ist kein Grund, in Panik auszubrechen, der Körper beginnt lediglich mit der Bildung seiner eigenen Abwehrmechanismen, die zur Beseitigung der Entzündung beitragen sollen.

Die Haut wird durch einen Säuremantel, der auch als körpereigenes Antibiotikum bezeichnet wird, vor Bakterien geschützt.

 

 

Da durch das Piercing aber dieser Schutzmantel durchbrochen wurde, werden vom Körper zusätzlich Freßzellen (Phagozyten) gebildet. Diese körpereigenen Zellen vernichten die eingedrungenen Mikroorganismen. Die dadurch entstandenen Zellabfälle sind als Eiter bekannt und treten als Abfallprodukt aus der Wunde aus (Phagozytose) - was nicht zwangsläufig vorkommen muß, jedoch kann. Dieser Vorgang wird vom Körper so lange fortgeführt, bis alle Bakterien vernichtet sind und die Haut sich um den Stichkanal neu gebildet hat.

Auch nach einer abgeschlossenen Wundheilung kann ein Sekret aus der gepiercten Stelle austreten. Diese besteht in der Regel aus abgestorbene Zellen, die der Körper abstößt. Die Verwendung eines Pflegemittels unterstützt die körpereigene Wundheilung.

Je nach Piercing und gepiercter Hautpartie werden
 
verschiedene Pflegemittel verwendet. Hier kann in der Regel der Piercer weiterhelfen. Sollte es jedoch zu starken Schmerzen oder größeren Entzündungen kommen, solltet ihr einen Arzt aufsuchen, der euch ein stärkeres Medikament zur Wundheilung verschreiben kann.

Es ist sehr wichtig, während der Heilphase darauf zu achten, daß die Wunde vor Verunreinigungen geschützt wird. Eine starke Entzündung, vor allem des Brustwarzenbereiches oder des Ohrknorpels, kann zu einer schlimmen Schädigung des Körpers führen, und ist eine Entzündung erst einmal fortgeschritten, zieht dies eine sehr lange Heilphase nach sich. Deshalb ist es sehr wichtig die Pflege des Piercings ernst zu nehmen und nicht zu vernachlässigen, denn wer sich an die wenigen Regeln hält, hat sicherlich danach viel Spaß mit seinem neuen Schmuckstück.
 

 

LINKS:

www.weinwelt.eu

www.fitness-center-gar.de

www.salmeri.de

www.studioinferno.de